TC Aqua taucht im Fernsehen auf

Im ZDF am 8. und 9. Dezember - Hohensachsener Club hat Chancen auf den Ehrenamtspreis „Echt gut!“ – Online abstimmen im Oktober

Weinheim. Ein paar Hunderttausend Kinder werden gespannt vor den Bildschirmen sitzen – und die Jungen und Mädchen in Weinheim-Hohensachsen beneiden. Um die coolen Tauchbrillen, um die profimäßigen Sauerstoffgeräte und natürlich um die Möglichkeit, in den Herbstferien mal kurz nach Ägypten zu fliegen, um dort ins Rote Meer abzutauchen. Am Samstag, 8. Dezember taucht der TC Aqua Hohensachsen, der Tauchclub aus dem Hohensachsener Hallenbad, aber zunächst einmal im Samstagmorgen-Kinderprogramm des ZDF auf. Einen Tag später nochmal auf dem Kinderkanal „KiKa“. Parallel dazu gehört der Verein zu den Finalisten im Rennen um den landesweiten Ehrenamtspreis „Echt Gut!“ in der Kategorie „Ehrenamt Impuls“. Bei dieser Entscheidung brauchen die Hohensachsener noch möglichst viele Menschen, die bis zum 1. November online ihre Stimme abgeben (Internet-Adresse siehe unten).

In der letzten Woche stattete ZDF-Redakteurin Michaela Kinzler mit einem Kamerateam dem Training des Tauchclubs einen Besuch ab. Jugendleiter Uwe Berger, ein geprüfter Tauchlehrer, und seine Stellvertreterin Dagmar Himmel, führten geduldig – und gewissenhaft wie immer – ihre Tauchschülerinnen und Tauchschüler durch die Klippen dieser spannenden Sportart. Die Fernsehleute waren gut vorbereitet. Einer der Kameramänner, Claus-Dieter Köppinger, ist sogar ein geübter Taucher, der mit einer Unterwasserkamera den Kindern durchs Becken folgte. Er hielt alles genau fest. Das ZDF-Team dokumentierte sehr deutlich: Tauchen ist kein Kinderspiel. Diese faszinierende Sportart erfordert Disziplin, aber auch Verständnis für physikalische und biologische Zusammenhänge

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Keine Frage, der TC Aqua Hohensachsen, mit seinem Einzugsbereich bis nach Mannheim und Heidelberg, ist ein Vorzeigeverein in Weinheim. Deshalb ist der Fernsehsender auch auf ihn aufmerksam geworden.

„Ich habe beim Bundesverband der Tauchclubs nach einem Verein mit besonders engagierter Jugendarbeit angefragt, da wurde mir der Club in Hohensachsen genannt“, beschreibt Michaela Kinzler. Die Reportage sollte zwar auch das kleine ABC des Tauchens beleuchten, vor allem aber einen Höhepunkt im Sportlerleben unter Wasser: Einen Tauchurlaub nach Ägypten. Und da der TC Aqua mit „seinen“ Kindern schon ein paar Jahre nach Dahab ans Rote Meer reist, bot sich ein Drehtermin an. Zumal Weinheim für die Fernsehleute aus Mainz sowieso ein Katzensprung ist.

Das ist mit Dahab anders, dennoch fliegen Michaela Kinzler, Claus-Dieter Köppinger und Helmut Jelitto in den Herbstferien auch den Tauchtouristen aus Hohensachsen hinterher, um sie unter Wasser zu filmen. „Auf diese Bilder freue ich mich schon“, schwärmte Michaela Kinzler.

Der Beitrag über die Hohensachsener Taucher wird immerhin zwölf Minuten lang und zunächst im Rahmen der Sendung „Pur plus“ im ZDF-Samstagmorgen-Programm am 8. Dezember um 9.25 Uhr ausgestrahlt, die Wiederholung erfolgt einen Tag später in „KiKa“ um 10 Uhr. Bis dahin sind die Hauptakteure auch längst wieder aus Ägypten zurück.

Bis zum 1. November können übrigens Freunde des Vereins aktiv dazu beitragen, dass der TC Aqua Gewinner des baden-württembergischen Ehrenamtspreises „Echt Gut!“ wird. Denn auf der Webseite www.echt-gut-bw.de (dann auf EnBW Ehrenamt Impuls zur Abstimmung) kann jeder online abstimmen. Für den Ehrenamtspreis kommt der Club wegen seine Projektes „Tauchen statt raufen“ in Betracht, bei dem er mit dem Pilgerhaus zusammenarbeitet. Seit 2003 erhalten Pilgerhaus-Jugendliche beim TC Aqua ein Tauchtraining. Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendlichen mit Problemen im sozialen Verhalten einen angemessenen Umgang mit ihren Aggressionen zu vermitteln. Das Tauchtraining hilft dabei. Es soll ein positives Selbstwertgefühl aufgebaut und stabilisiert werden. Außerdem werden die Kinder in die bestehenden Aktivitäten des Tauchclubs integriert. Übungsleiter Uwe Berger erklärt: „Der Partnersport Tauchen eröffnet den Beteiligten den verantwortungsvollen und respektierenden Umgang miteinander. Neben der sportlichen Aktivität liegen entscheidende Lernmomente im Bereich von Konzentration, Disziplin und Flexibilität. Entscheidend sind zu vermittelnde Situations- und Selbsteinschätzungen.“ Seit Juli 2004 wird das Projekt von Studenten der Fachhochschule Heidelberg wissenschaftlich begleitet. Ein Projektbericht liegt seit Mai 2005 vor, eine Diplomarbeit zum Thema wird im Mai 2006 folgen.